Wiebke Steinmetz
Wiebke Steinmetz (geboren 1968 in Berlin) arbeitete Ende der 1980er Jahre als Kostümschneiderin am Puppentheater Berlin. Dieser Hintergrund ist der Schlüssel zu ihren heutigen Arbeiten. Ihre Skulpturen und Grafiken versteht sie selbst als freie „Bühnen- und Figurenbildnerei“ ohne festen Theaterraum. Nach einem Studium der Judaistik und Geschichte absolvierte sie eine Umschulung zur Tischlerin. Ihre Kunst verbindet die rohe Kraft der Kettensäge (für ihre Holzplastiken) mit der extremen Filigranität des Cuttermessers (für ihre szenischen Scherenschnitte). Ein direkter ästhetischer Zusammenhang besteht zur jahrhundertealten Tradition des Schattentheaters. Ihre grazilen, oft schwebend wirkenden Papier- und Scherenschnitte nutzen gezielt den dramatischen Effekt von Licht und Schattenwurf.
Die Arbeiten zeichnen sich durch eine feine Ironie und eine schwebende, poetische Leichtigkeit aus.