Renata Tumarova

Renata Tumarova 1979 in Sankt Petersburg/Russland geboren lebt und arbeitet heute in Berlin.
Studium der Malerei von 1997 bis 2001 an der Akademie der Künste in St. Petersburg mit einer fundierten klassisch-konservativen akademische Ausbildung, anschließend von 2002 bis 2007 Studium der Freien Malerei bei Prof. K. H. Hödicke und bei Prof. V. Favrè an der Universität der Künste, Berlin.Mit der Übersiedlung nach Deutschland begann sie in ihren Arbeiten frei zu experimentieren, sich sowohl der impressionistischen und der expressionistischen Malerei als auch der zeitgenössischen figurativen Kunst zu widmen, bewegt sich zwischen Figurativem und Abstraktem. Ihre besondere Form der Bildsprache reduziert radikal – die Bilder muten auf den ersten Blick beinah unvollendet an, sie fängt die Flüchtigkeit des Augenblicks ein und bringt dabei Ungesehenes, Verborgenes oder Vergessenes zum Vorschein.

Renata Tumarova zählt heute zu den profilierten Positionen der zeitgenössischen figurativen Malerei. Ihre Werke werden von renommierten Galerien vertreten und auf internationalen Kunstmessen präsentiert. Die aktuelle Ausstellung widmet sich nun erstmals konzentriert jener frühen Werkphase, in der sich ihre unverwechselbare Bildsprache entwickelte.

Die Schau versammelt rund fünfzehn großformatige Gemälde aus den Jahren 2008 bis 2012 – einer entscheidenden frühen Schaffensphase der Künstlerin. Die Werke stammen aus einer über Jahre aufgebauten süddeutschen Privatsammlung und werden erstmals in dieser Geschlossenheit öffentlich und mit Unterstützung der Künstlerin präsentiert.

Die Jahre 2008–2012 gelten als eine besonders spannende Phase ihres Werks. In dieser Zeit entstanden Ausstellungen wie Stadtversunken (2008), Urban Impressions (2010), Summer Moved On (2011) und The Light of Memory (2012). Zugleich erhielt sie wichtige Anerkennungen wie das Dorothea-Konwiarz-Stipendium und später den Dorothea-Konwijarz-Preis. Diese Werkgruppe markiert den Übergang von der Ausbildung zur eigenständigen künstlerischen Position. 

Die Gemälde zeigen eine Künstlerin auf der Suche nach ihrer unverwechselbaren Bildsprache. Bereits in diesen frühen Arbeiten treten jene Themen hervor, die ihr Werk bis heute prägen: Erinnerung, urbane Räume, Bewegung, Licht und die poetische Verdichtung flüchtiger Momente.

Die Ausstellung entsteht in enger Abstimmung mit der Künstlerin und bietet eine seltene Gelegenheit, einen zentralen Abschnitt ihres künstlerischen Werdegangs nachzuvollziehen.

Eine seltene Gelegenheit, die Entstehung einer heute international etablierten künstlerischen Handschrift nachzuvollziehen.