Archiv - Hauptveranstaltung

Falko Warmt:
Land in Sicht

29.05.2015  - 11.07.2015

Beschreibung

Falko Warmts Gemälde, Plastiken und Zeichnungen sind Ausdruck seiner schöpferischen Kreativität. Als Beobachter und Sehender agiert Falko Warmt als Mittler zwischen den Welten, als ein Gestaltwandler, der sein künstlerisches Schaffen bevorzugt mit metamorphosen Gestalten versieht und uns in seinen Arbeiten eine Vielfalt von Möglichkeiten aufzeigt, die Impulse sendend, über das normal Gesehene hinausweisen. Zeichen oder lineare Strukturen können sich berühren, überlagern, ineinander übergreifen, aber auch abgrenzen. Mit dem stark ausgeprägten zeichnerischen Element der klaren Linien in seinen Werken, erzeugt er einen bildgestalterischen Rhythmus, der sich auch in seinen Plastiken widerspiegelt. Bei Berührungen sensibilisierte verletzliche Metallobjekte, wo Linien und Striche zu Eisendraht geformt, ihre Entsprechung finden... Dr. Hendrikje Warmt

„Falko Warmts Bildwelten sind mir seit längerem bekannt, doch leider geschieht das eigentliche Sehen nur im großen Abstand von einigen Jahren. Umso überraschender sind für mich immer wieder die Wandlungen in seinem künstlerischen Suchen und Finden, wo geschaffene Strukturen weitergeführt werden oder plötzlich in eine andere Richtung weisen. Trotz der inhaltlich-formalen Metamorphosen existieren einige ästhetische Konstanten, die sich in seinem über dreißigjährigen Schaffen entdecken lassen, wie etwa das Fragile, das Verletzliche oder ein neuronales Gespinst mit der Aura des Dionysischen, eingebettet in ein splittriges, kostbar glimmendes Kolorit.

Daraus ergeben sich Exkursionen in die Bereiche des Informellen und in die Zonen des zeichenhaft Figurativen oder in deren raunenden Zwischenreiche. Es können zu dem piktogrammartige Köpfe und Körper auftauchen, die uns in ihrer klaren Ordnung gegenüber treten. In den grafisch kleinteiligen Malereien auf Japanpapier und Leinwand zum Beispiel ergibt sich ein flirrendes All-over. Vorder- sowie Hintergrund werden zur perforierten Membran für den Übergang des Sichtbaren in die abgründige Welt des zumeist leidenden Fühlens. . ... Chaos und Ordnung gehen eine Liaison ein und es ergibt sich ein Austausch zwischen dem Innen und Außen unseres Körpers, unseres Geistes, unserer Empfindungen.“

Armin Hauer. Stellv. Direktor des Museums Junge Kunst Frankfurt/Oder Text aus: Falko Warmt, Raunende Zwischenreiche, 2011

Dr. Hildegard Gräfe
galerie(at)graefe-art.de